Qualität von Forschungsdaten

Um die Qualität von Forschungsdaten zu verbessern bietet die CDI verschiedene Dienste an, die ein proaktives kontinuierliches Datenqualitätsmanagement für Forschungsdaten unterstützen. Dazu wird ein zyklischer Prozess verfolgt, der auf verschiedenen Ebenen Feedback erzeugt und damit eine zielorientierte Optimierung ermöglicht.

Datenqualitätszyklus

Definition

Datenqualitätsmanagement beginnt mit der Definition der zu verbessernden Datenqualitätsdimensionen. Bei Forschungsdaten geht es bei der Definition dieser Zielkriterien einerseits um projektspezifische Qualitätskriterien, andererseits aber auch um die Präzisierung der FAIR-Prinzipien:

  • Findable
  • Accessible
  • Interoperable
  • Reusable

Forschende werden bei der Spezifikation ihrer projektspezifischen Ziele durch Schulungen, Workshops und Kurse zum Forschungsdatenmanagement unterstützt. Für jedes Forschungsprojekt werden die Anforderungen und Maßnahmen im Datenmanagementplan (DMP) dokumentiert. Die Erstellung des Datenmanagementplans wird durch Vorlagen, Fragebogen und angepasste Musterpläne unterstützt.

Messung

Qualitätsindikatoren werden sowohl auf Projektebene als auch universitätsweit erhoben. Das projektspezifische Datenqualitätsmonitoring wird durch die Forschenden selbst betrieben. Die Definition und Datenerhebung für Qualitätsindikatoren kann beispielsweise durch den Einsatz elektronischer Laborbücher unterstützt werden.

Um den universitätsweiten Fortschritt im Forschungsdatenmanagement zu messen, wird in regelmäßigen Abständen ein Forschungsdatenzensus erhoben. Die erhobenen Kriterien orientieren sich an den Maßstäben der Mittelgeber zur Bewertung von Forschungsanträgen.

Analyse

Basierend auf den Messergebnissen können Handlungsfelder im Forschungsdatenmanagement identifiziert werden. Weit verbreitete Bedarfe können durch die CDI in konsolidierter Weise adressiert und priorisiert werden. Nach und nach entsteht auf diese Weise ein Spektrum an Maßnahmen und Erfahrungen, auf deren Basis „Best Practices“ entwickelt werden, von denen neue Projektvorhaben profitieren können.

Verbesserung

Zur Verbesserung des Forschungsdatenmanagements unterstützt das CDI die Forschenden zunächst mit einer Reihe von Basisdiensten, die den typischen Grundbedarf abdecken sollen. Dazu gehört vor allen Dingen ein abgestuftes Konzept zur bedarfsorientierten Bereitstellung von Speicherplatz durch die FAUDataCloud. Im Rahmen dieser IT-Infrastruktur werden weitere Dienste realisiert:

  • Datenbanken
  • gitlab
  • jupyterHub

Des Weiteren werden die Forschenden bei Einrichtung und Konfiguration Elektronischer Laborbücher (ELN) durch die CDI unterstützt.

Zur objektorientierten und ontologie-basierten systematischen Dokumentation kultureller Artefakte wurde die FAUWissKI-Cloud aufgebaut. Den Forschenden der FAU kann auf Antrag eine Instanz des an der FAU entwickelten WISSKI-Systems zur Verfügung gestellt werden. Die CDI berät bei Einrichtung und Betrieb der Instanz.