FAUDataCloud – IT-Services für Forschungsdaten

Überblick

Unter dem Begriff FAUDataCloud werden verschiedene IT-Services für das Management von Forschungsdaten zusammengefasst. Dabei werden alle Stufen des Datenlebenszyklus einbezogen.

Beteiligte Einrichtungen

Das FAU Competence Center for Research Data and Information (FAU CDI) und das Regionale Rechenzentrum Erlangen (RRZE) unterstützen das Forschungsdatenmanagement (FDM) an der FAU im Rahmen der FAUDataCloud-Initiative. Das Klinikum Erlangen wird über das Medizinische Zentrum für Informations- und Kommunikationstechnik (MIK) einbezogen. Einige Dienste werden auch durch die Universitätsbibliothek betrieben.

Alle Forschenden von FAU und UKEr können sich an die allgemeine Supportadresse forschungsdaten@fau.de wenden (One-Stop-Konzept).

Konzeption

  • Systeme für Storage und Standardanwendungen (z.B. Standard-Datenbanken) werden zentral beschafft und betrieben vom RRZE bzw. MIK. Bestehende dezentrale Systeme werden dorthin migriert. Dies bietet Vorteile insbesondere bei Betriebseffizienz und IT-Sicherheit.
  • Höhere Dienste der FAUDataCloud setzen darauf auf und werden in Abstimmung betrieben von FAU CDI, UB, RRZE bzw. MIK.
  • Eine FDM-Grundversorgung (siehe unten) ist für Organisationseinheiten der FAU kostenfrei.
  • Darüber hinausgehende Ressourcenbedarfe für die Grundversorgung vom FAU CDI geprüft und genehmigt – die Regelungen dafür entwickeln die Mitglieder des FAU CDI zusammen mit RRZE / MIK,
  • Forschungsprojekte müssen spezielle FDM-Mehrbedarfe innerhalb der Antragsphase berücksichtigen, das FAU CDI berät und kann oft kompetentes Personal vermitteln.
  • Die organisationsinterne (Lehrstuhl, Professur, Projekt) Verteilung der Ressourcen erfolgt dezentral.

IT-Services für Forschungsdaten

Verfügbare Services

Geplante Services

  • Ende 2026 – jupyterhub für Lehre (exkl. HPC-Anbindung).
  • Herbst 2026 – PID-Service (persistente Identifikatoren ergänzend zur DOI)

Self-Service-Dienste

Im Rahmen der Grundversorgung steht jeder Forschungsgruppe der FAU (Lehrstuhl, unabhängige Professur; alles mit einer Kostenstelle) die folgenden IT-Ressourcen unentgeltlich zu:

  • 2 TB Archivplatz im FAUDataCloud Repositorium (kumulativ): Pro Datensatz müssen in CRIS die Metadaten (nach FAIR-Prinzipien; analog DataCite Schema) und damit ein FAU-Datentestament ausgefüllt werden.
  • Projektspeicher für Arbeitsgruppen (Netzlaufwerk; akademische Nutzung beliebig): Antrag und Rechte-/Rollen-Verwaltung zukünftig über IDM-Portal, derzeit über wap-speicher@fau.de. Volumen 250 GB / Person.
  • 50 GB Datenbankplatz (PostgreSQL), Antrag und Rechteverwaltung über das IDM-Portal vorgesehen.
  • Allgemeine Dienste: GitLab, Chat-Service (Matrix).
  • Höhere/Spezifische Dienste (ELN, WissKI, JupyterLab, etc) werden in der Regel unkonfiguriert bereitgestellt. Das FAU CDI unterstützt bei der Einrichtung; Abrechnung siehe Kosten- und Leistungsverzeichnis.

Self-Service teilweise noch im Aufbau

Teilweise können diese Dienste bereits im Self-Service genutzt werden. Alle weiteren Optionen können Sie einfach per Mail an forschungsdaten@fau.de anfragen.

Erweiterte Grundversorgung

Bedarfe, die über die Grundversorgung hinausgehen, können beim FAU CDI beantragt werden. Dies gilt auch für Projekte/Forschungsdaten, die keiner Kostenstelle zugeordnet werden können (z.B. Projekte von Studierenden). Die Bedarfe werden geprüft und nach Priorität eingeordnet. Die Kriterien sind:

  • akademische Begründung & Strategie zur Datenkuration (z.B. über Datenmanagementplan (DMP)),
  • Gesamt-Ressourcenbedarf; warum konnte das nicht im Projekt beantragt werden,
  • Gibt es ein Endorsement des Departments, …
  • Intendierte Lizensierung des Datensatzes (freier/offener ist besser),
  • Datentestament (was passiert, wenn Daten verwaisen, z.B. weil der „Eigentümer“ die FAU verlässt),
  • Adäquatheit/Qualität der Metadaten.

Der Antrag auf erweiterte Grundversorgung sollte so ausführlich sein, dass diese Kriterien beurteilt werden können. Außerdem muss dieser alle administrativen Metadaten (zur automatischen Einrichtung; Impressum, etc; FAU-Datentestament) enthalten. Die erweiterte kostenlose Grundversorgung ist außerdem abhängig von den zur Verfügung stehenden zentralen Ressourcen.

Begutachtung

Das FAU CDI wird bei entsprechendem Bedarf zur Begutachtung der erweiterten Grundversorgung eine Kommission aus CDI-Mitgliedern (fachliche Abdeckung wird sichergestellt) einrichten, welche die Anträge einmal im Monat bearbeitet.

FDM-Projektversorgung

Großprojekte wie GRK/SFB müssen gesondert zwischen Antragsteller, Kanzler, CIO und FAU CDI (vertreten durch Geschäftsführer bzw. Sprecher/in) geplant/verhandelt/finanziert werden. Kriterien wie bei der erweiterten Projektversorgung (oben), wobei ein bewilligter SFB/GRK einen Teil der o.g. Kriterien automatisch erfüllt.